Ein ehrenamtlicher Fotograf in den USA hat einen seltenen Anblick festgehalten: einen Florida-Panther mit seinen Jungen. Die Aufnahmen liefern wertvolle Daten für das Wildtier-Monitoring und unterstreichen, welche Rolle Citizen Science und Wildkameras beim Schutz gefährdeter Arten spielen.
Ähnliche Methoden kommen auch in Deutschland zum Einsatz, um schwer zu beobachtende Tiere wie Luchse und Wölfe zu erfassen – ein Beleg für die weltweite Bedeutung nachhaltiger Naturschutzarbeit.
Wildtierfotografie, Naturschutz und Wildkameras
Der engagierte Wildtierfotograf Tom Mortenson verfolgte die weibliche Pantherin FP266, seit die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission (FWC) ihr im Januar 2024 ein GPS-Halsband angelegt hatte.
Im Mai 2024 filmte er sie erstmals allein aus nächster Nähe, im Juni entdeckte er sie erneut – diesmal mit einem Jungtier. Im Juli 2025 gelang es seiner Kamera schließlich, sie zusammen mit beiden Jungen in einer Aufnahme festzuhalten, auch wenn sich die Tiere darauf nur schwer erkennen lassen.
Die Aufnahmen entstanden im Corkscrew Regional Ecosystem Watershed, einem rund 24.000 Hektar großen Schutzgebiet in den Countys Lee und Collier, und zeigen die Pantherin samt der beiden Jungen beim gemeinsamen Streifzug.
Das Gebiet an der Golfküste im Südwesten Floridas bietet nicht nur Lebensraum für bedrohte Arten wie den Florida-Panther, sondern stützt zugleich die regionalen Wassersysteme.
Seine Funktion ähnelt der von Deutschlands Naturparks – etwa dem Bayerischen Wald –, die die Biodiversität sichern und scheues Wild wie Luchse und Wölfe überwachen.
Da es nur noch rund 200 erwachsene Panther gibt, ist Corkscrew für ihr Überleben unverzichtbar.
Die Wildkamerabilder liefern entscheidende Daten für den Naturschutz; Fachleute können so die Überlebensraten der seltenen Tiere verfolgen.
Florida-Panther und ihre Schlüsselrolle im Ökosystem
Wendy Mathews, Leiterin von Schutzprojekten bei der globalen Umweltstiftung The Nature Conservancy, betont, wie wichtig Panther für das ökologische Gleichgewicht sind.
Indem sie die Bestände ihrer Beutetiere regulieren, tragen Florida-Panther dazu bei, intakte Feuchtgebiete zu erhalten. Diese wiederum filtern Trinkwasser und mindern das Risiko von Überschwemmungen in benachbarten Gemeinden.
Die Zahl der Panther stieg von nur zehn Tieren im Jahr 1967 auf heute über 200 – ein Erfolg jahrzehntelanger Schutzbemühungen. Fachleute warnen jedoch, dass es für den langfristigen Bestand mindestens 240 Tiere sein müssen.
Deshalb bleibt eure Aufmerksamkeit entscheidend: Meldet Sichtungen und fahrt in Panthergebieten besonders vorsichtig, um tödliche Kollisionen zu vermeiden.